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Kurzsichtigkeit (Myopie)

Kurzsichtige Menschen haben ein zu lang gebautes Auge und können dadurch nur in der Nähe ohne Brille alles sehen. In der Ferne (z.B. an der Tafel in der Schule) ist alles unscharf. Um gut weit zu sehen (Autofahren z.B.) brauchen sie eine Brille oder Kontaktlinsen . Kurzsichtigkeit ist in 90% erblich bedingt, kommt aber häufig erst am Anfang der Pubertät durch. Ein typisches Beispiel sieht so aus: Mit 10 Jahren sieht das Kind noch normal und braucht keine Brille und mit 12 Jahren hat es auf einmal 3 Dioptrien, um dann mit 16 den gleichen Wert wie der Vater zu haben. | Seitenanfang

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Weitsichtige Menschen haben ein zu kurz gebautes Auge und können weit meist  gut sehen und in der Nähe nur mit Anstrengung. Das unterscheidet sie von den Kurzsichtigen, die beim besten Willen in der Ferne nichts sehen können. Durch die Anstrengung gewisser Muskeln im Auge gelingt es dem Weitsichtigen auch in der Nähe gut zu sehen. Oftmals weiß der Betroffene gar nichts von seinem Sehfehler , bekommt bei längerem Lesen häufiger  Kopfschmerzen, brennende oder plötzlich tränende Augen.  | Seitenanfang

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus, Stabsichtigkeit)

Die Stabsichtigkeit ist eine Verformung des Auges, die dazu führt, daß ein Punkt wie ein kleiner Strich oder Stab (daher der Name) aussieht. Nicht das ganze Auge, sondern hauptsächlich die Hornhaut ist oval verbogen und so kommt es zu dieser Verzerrung. Kleinere Gegenstände können nicht mehr genau unterschieden werden und erst die entsprechend geformte Brille oder Kontaktlinsen führen zu einem Ausgleich und damit zu einem schärferen Sehen. Die Stabsichtigkeit ist meist schon bei der Geburt vorhanden und in 50% der Fälle erblich. | Seitenanfang

Altersweitsichtigkeit (Presbyopie)

Mit zunehmendem Alter verliert die Linse im Auge an Elastizität. Da zum Sehen in der Nähe, die Linse aktiv verformt werden muß (im entspannten Zustand sieht das normale Auge nur weit) fällt es zunehmend schwerer in der Nähe scharf zu sehen. Während man mit 15 Jahren noch bis z.B. 8cm vor dem Auge scharf sehen kann, gelingt einem dies mit 45 Jahren häufig nur noch auf 35cm. So kommt es, dass Bücherlesen oder das Erkennen kleiner Preisschilder immer anstrengender wird. Letztendlich muss eine Brille für den Nahbereich, eine sogenannte Lesebrille, eine Gleitsichtbrille oder Gleitsichtkontaktlinsen Abhilfe schaffen. Diese sind aufgrund des weiter fortschreitenden Elastizitätsverlustes der Linse alle 3-4 Jahre bis ca. zum 65 Lebensjahr zu verstärken. Seitenanfang

Austauschkontaktlinsen

Weiche Austauschkontaktlinsen werden in festgelegten Intervallen gegen neue Linsen ersetzt. Das Auge bleibt so unbelastet von abnehmender Sauerstoffdurchlässigkeit und störenden Verschmutzungen alternder Linsenmaterialien. Austauschkontaktlinsen werden in zahlreichen weichen Materialien und Sauerstoffdurchlässigkeiten vorgefertigt. Sie sind bei kompetenter Auswahl für die meisten Linsenträger auch bei vorliegender Hornhautverkrümmung oder als Gleitsichtlinsen hervorragend zu verwenden. | Seitenanfang

Eintageskontaktlinsen  

Praktischer,einfacher und gesünder als mit Ein-Tages-Linsen kann Kontaktlinsentragen für den normalen Anwender nicht sein:

Bei Bedarf ein frisches, steriles Paar auf die Augen und am Abend wirft man es einfach weg. Aufwendige Reinigungsprozeduren entfallen, Pflegemittel sind überflüssig und belasten nicht den Tränenfilm . | Seitenanfang

Hydrogelkontaktlinsen im Monatstausch

Die einfache, sichere und kostengünstige Lösung für Ihre Augen. Je nach Bedarf die Linsen stundenweise oder ganztägig tragen und über Nacht in der für Sie ausgewählten Lösung desinfizieren. | Seitenanfang

Biokompatible Hydrogellinsen im Monatstausch

Diese mit einem Feuchtigkeitsspeicher versehen Linsen bieten einen erhöhten Komfort vor allem für trockenere Augen.

Silikonhydrogel-Kontaktlinsen im Monats-oder 2-Wochentausch

High Tech im Auge für Ihren gehobenen Anspruch.

Ihre Augen atmen auf. Vergessen Sie können bis zu 30 Tagen im Auge verbleiben, bevor ein neues Paar erforderlich wird. Vergessen Sie einfach Ihre Fehlsichtigkeit! | Seitenanfang

Individuell gefertigte Kontaktlinsen                                     

Seltenere Fehlsichtigkeiten, vom Durchschnitt abweichende Form oder Größe der Hornhaut,  besondere Zusammensetzung und Menge des Tränenfilms, spezielle Tragebedingungen und Wünsche des Linsenträgers sind Gründe für die Auswahl individuell gefertigter Linsen. Praktisch keine Einschränkungen in der Stärke, Größe, Form und Materialauswahl führen sicher zum Erfolg. | Seitenanfang

Weiche Kontaktlinsen

Diese Linsen werden häufig bei stärkeren Hornhautverkrümmungen, als Gleitsichtlinsen für stufenloses Nah-und Fern-Sehen oder bei besonderen Ansprüchen an Materialbeschaffenheit, Größe oder Farbe verwandt. Unter normalen Bedingungen und täglichem Tragen sind diese Linsen ca. ein Jahr verwendbar. | Seitenanfang

Formstabile Kontaktlinsen

Formstabile (auch hart, halbhart, hartflexibel genannt)Linsen werden heute hauptsächlich bei  mangelnder oder nachlassender Tränenmenge, nach Verletzungen, Operationen oder krankhaften Veränderungen der Hornhaut verwandt. Bei fachgerechter Anpassung lassen sich auch bei hohen Fehlsichtigkeiten, Hornhautverkrümmungen oder bei Verwendung als Gleitsicht-oder Dauertrage-Kontaktlinsen hervorragende augenschonende Ergebnisse erzielen. Routinierte Träger schätzen vor allem die unkomplizierte Handhabung und die unter normalen Bedingungen längere Lebensdauer von 12 – 24 Monaten. | Seitenanfang

Kostenübernahme der Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Kontaktlinsen bis zur Höhe eines von der Art der Linse abhängigen Festbetrages nur bei einer vorliegenden medizinischen Indikation. Eine solche Indikation liegt zum Beispiel vor:

Private Krankenkassen übernehmen in der Regel Kontaktlinsen immer bis zum vereinbarten Höchstbetrag. | Seitenanfang

 

 

Refraktive Chirugie

Die refrative Chirugie hat die operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten zum Ziel. Durch einen operativen Eingriff an der Hornhaut oder Linse wird angestrebt, den Brechkraftfehler so zu korrigieren, dass Lichtstrahlen oder Bilder ohne zusätzliche optische Hilfsmittel scharf auf der Netzhaut abgebildet werden. Damit bieten  diese Operationstechniken eine sinnvolle Alternativen zu herkömmlichen Hilfsmitteln. Die operative Korrektur der Fehlsichtigkeit ist  aber nicht bei jedem möglich und ein operativer Eingriff ist mit speziellen Risiken verbunden. Um prüfen zu können, ob sich Ihre Fehlsichtigkeit für diese Form der Korrektur eignet, ist eine genaue Erhebung der Krankengeschichte und eine sorgfältige Untersuchung Ihrer Augen durch den erfahrenen Augenarzt notwendig. Wer  mit Brille oder Kontaktlinsen perfekt sieht und gut damit zurecht kommt, hat keinen Grund sich einer Operation zu unterziehen. Die Brille ist von allen  Korrekturmitteln sicher die Einfachste. Die Kontaktlinse  ist die optisch beste Korrektur einer Fehlsichtigkeit. | Seitenanfang

Orthokeratologie

Orthokeratologie basiert auf dem Wissen, dass die Hornhaut im menschlichen Auge gegenüber kurzfristigen Kraftein­wirkungen - wie beispielsweise dem Lidschlag - zwar über enorme Wider­standsreserven verfügt, gegenüber langfristig einwirkenden Kräften ihre Widerstandsfähigkeit jedoch sehr gering ist. Diese Eigenschaft der Hornhaut macht eine zeitlich begrenzte Korrektur von Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (Orthokeratologie) möglich.

Die sogenannte beschleunigte Orthokeratologie erreicht man durch den Einsatz von Kontaktlinsen mit einem speziellen Design. Sie beschleunigen den Vorgang der zeitlich begrenzten Korrektur auf den Zeitraum des Nachtschlafs.  Es wird in der Regel ein partieller Rückgang der Sehschwäche nach kurzer Zeit erreicht; die voll­ständige Korrektur nach etwa drei bis zwölf Nächten.

Im Gegensatz zur refraktiven Chirugie ist die Orthokeratologie eine reversible Korrektionsmethode. Der Ausgleich von Kurzsichtigkeit und Astigmatismus erfolgt für einen begrenzten Zeitraum durch gezieltes Umformen der Hornhaut. Sobald die orthokeratologischen Kontaktlinsen nicht mehr regelmäßig verwendet werden, gelangt die Hornhaut des Auges wieder in den Ausgangszustand zurück.

Die Overnight-Orthokeratologie ist für Menschen mit einer schwachen bis mittleren Kurzsichtigkeit und Astigmatismus (Sphäre bis –4,5 dpt; kombiniert mit Hornhautverkrümmung bis zu –1,5 dpt je nach Lage) geeignet.  Es dürfen jedoch keine Augenkrankheiten vorliegen. | Seitenanfang

 

 

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